Trainingsweekend in Morschach 2003

Morschach zum Dritten:

"Dä Foifer UND die chalt Lasagne"

von Judith Ehinger

 

Als erfahrene Morschach-Hasen dachten wir ja, im Swiss Holiday Park könne uns nichts mehr überraschen. Dass wir aber die gleichen schicken Hotelzimmer wie letztes Jahr beinah zum halben Preis bekamen, damit hatten wir dann doch nicht gerechnet - aber wahrscheinlich war man in Morschach einfach nicht auf unseren Grossaufmarsch vorbereitet (oh ja, es spricht sich herum, dass Brunos Trainings viel Spass machen! - Dass sie auch unerbittlich schweisstreibend sind, scheint im Laufe des Jahres jeweils etwas in Vergessenheit zu geraten, wurde aber dem einen oder der anderen an diesem Wochenende wieder (muskel-)schmerzlich bewusst …). Auf jeden Fall schien man nicht genügend Zimmer der bescheideneren Variante für uns alle zur Verfügung zu haben, aber immerhin: Caroline, Diana und Susanne bekamen ein hübsches J+S-Zimmer mit Kajütenbetten und schlanken Garderobenschränkchen (siehe unsere ersten Morschach-Erfahrungen anno 2001), und verständlicherweise waren die drei unter gar keinen Umständen bereit, ihre im Luftschutzraum-Design durchgestylte Suite gegen eines der gewöhnlichen Hotelzimmer einzutauschen.

 

Beim Training kamen wir dieses Jahr zu der verblüffenden Erkenntnis, dass das Badmintonfeld gar nicht so unüberwindlich breit ist wie gemeinhin angenommen, wenn man richtig läuft, und dass halblange Schläge an die Seiten hinaus als Antwort auf das Anspiel im Mixed und im Doppel erstaunlich wirkungsvoll sind. Und beim Essen in den verschiedenen Restaurants des Swiss Holiday Park kamen wir zu der nicht minder verblüffenden Erkenntnis, dass man erstens Lasagne auch in Breiform und kalt servieren kann (wenn Heinz nicht so schüchtern wäre, hätte er den Koch bestimmt um das Rezept gebeten) und dass man zweitens beim Nachtessen vor dem ersten und nach jedem weiteren Gang gut und gern eine Stunde auf den nächsten warten kann (Verhandlungen mit dem Management des Swiss Holiday Park sind in Gang, wonach Bruno für ein paar Einheiten Lauftraining an die dortigen Restaurant-Crews ausgeliehen werden soll).

 

Beim alljährlichen Abschlussturnier schliesslich machte René klar, dass ihn eine Kleinigkeit wie ein Velounfall nicht vom Gewinnen abhält - und wir andern machten IHM klar, dass es dem Siegerchampagner kaum bekommen würde, ihn bis zum Abschluss der Interclub-Saison aufzubewahren, sondern dass dieser unbedingt sofort konsumiert werden sollte. Und da die Flasche einfach zu gross war für einen allein, mussten wir René bei ihrer Vernichtung selbstlos ein bisschen unter die Arme greifen. - Wer auch gern Champagner trinkt: Wenn uns die Restaurant-Crews in Morschach Bruno nicht abwerben, besteht Hoffnung, dass es nächstes Jahr wieder ein Trainingswochenende gibt.