Wie man beim BCH ins neue Jahr startet

 

Clubmeisterschaften vom 10. Januar 2016

 

Tja, der BC Horgen ist einfach schneller: Wenn andere zuhause noch die letzten Weihnachtsguetzli futtern, spurten die BCHlerinnen und BCHler schon in der Rainweg-Sporthalle übers Feld, um die Clubmeister oder Clubmeisterinnen des frischen Jahres zu küren. Im Gegensatz zum Wander- und zum Trainingswochenende im vergangenen Herbst klappte es mit der Wetterbestellung - es regnete und stürmte den ganzen Tag, so dass es ein Vergnügen war, ihn in der Halle zu verbringen, und auch die Teilnehmerzahl stimmte - lag's daran, dass das Turnier etwas später begann und somit auch für Schlafmützen attraktiv wurde, oder lag's daran, dass die BCH-Wanderpokale die schönsten sind (das muss doch auch mal gesagt sein): Die Konkurrenz war auf jeden Fall gross.

 

Zum Beispiel für Bruno und Toni, die sich den Einzel-Pokal in den letzten vier Jahren gegenseitig zugeschoben hatten. Werni fand das langweilig und machte sich mit ungeheurem Einsatz und eisernem Willen daran, den beiden den Pokal abzujagen. Sein Halbfinal gegen Bruno war ein Krimi und der entscheidende Punkt typisch für das ganze Spiel, nämlich: knapp. Bruno setzte einen Netzdrop auf die Netzkante, wo der Shuttle ein bisschen herumwackelte, bevor er wieder zu Bruno aufs Feld zurückfiel.

 

Im anderen Halbfinal standen sich Graham als einziges Passivmitglied im Teilnehmerfeld und Beni als BCH-Clubturnier-Greenhorn gegenüber. Zuerst dominierte Graham mit langen Bällen die Partie, dann liess Beni ihn laufen, am Schluss ging aber Graham als Sieger vom Feld. Die Folge der beiden Halbfinals war, dass sich im Final zwei völlig erschöpfte Gegner gegenüberstanden. Werni und Graham quälten sich von Ball zu Ball und schnappten zwischen den Ballwechseln nach Luft, die für Graham schliesslich immer dünner wurde, und so hiess der Einzel-Sieger nach fünf Jahren wieder: Werni.

 

Im Doppel sorgte Heini mit einer geschickten Einteilung der Stärkeklassen für die Partnerauslosung für ein sehr ausgeglichenes Feld, entsprechend spannende Spiele und zahlreiche Dreisätzer. Paarungen wie Beni/Matthias, Christoph/Samuel, Paul/Ke oder Irene/Werni machten ihren Gegnern das Leben schwer, und auch die Finalisten mussten sich im Halbfinal erst über drei knappe Sätze gegen Bruno/Etienne bzw. Marco/Judith durchsetzen.

 

Es war nur konsequent, dass auch das Final ein Dreisätzer war, in dem bei Toni und Peter auf der einen Seite und bei René auf der anderen Seite die Luft langsam draussen bzw. der Schmerz im Rücken drin war. Ganz anders war das bei Yu, Renés Doppelpartnerin, die sich vom letztjährigen Clubturnier-Doppel her erinnern konnte, dass Gewinnen ziemlich cool ist, und nicht nur Nerven behielt, sondern ihr Spiel auch kompromisslos durchsetzte. Und so hiessen die Sieger, die den Doppel-Pokal stemmen durften: Yu und René. Herzlichen Glückwunsch!

 

Übrigens: René kann nicht nur Doppel spielen, sondern auch fotografieren! Hier findest du seine Eindrücke vom Turnier.